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Was sind Mangas? Hier findest Du ein wenig
Hintergrundwissen zum Thema Manga und den Ursprüngen. |
Der Begriff Manga
Manga (japanische Schreibweise 漫画 oder マンガ) sind japanische Comics.
Der Begriff man-ga lässt sich in etwa mit zwangloses / ungezügeltes Bild übersetzen.
Von den Manga (also den gedruckten Comics) zu unterscheiden sind die japanischen Zeichentrickfilme, Anime, die im deutschen Sprachraum oft fälschlicherweise als "Manga-Filme" bezeichnet werden. Moderne Manga
Die meisten modernen Manga sind eher bild- als textlastig (es gibt natürlich auch Ausnahmen). Sie sind vor allem in schwarz-weiß
gehalten und werden entsprechend der traditionellen japanischen Leserichtung von "hinten" nach "vorne" und von rechts nach links
gelesen. In Japan unterscheidet man zwei Erscheinungsweisen von Manga:
Verbreitung in Japan
Mit der Zeit haben sich verschiedenste Untergruppen für nahezu jede Zielgruppe herausgebildet, unterteilt z. B. nach Alter
(von Kleinkind-Manga bis zu "Silver Manga" für Senioren), sexueller Orientierung oder Hobbys. Bei heranwachsenden Jugendlichen
wird beispielsweise zwischen Themen für Mädchen (Shōjo) und für Jungen (Shōnen) unterschieden, diese Abgrenzungen
sind außerhalb Japans allerdings weniger scharf. Manga-Stilmittel finden auch jenseits des reinen Geschichtenerzählens breite
Anwendung, z. B. in Form von Kochbüchern oder Bedienungsanleitungen mit bildlichen Darstellungen.
Manga in Deutschland
Die ersten in Deutschland veröffentlichten Manga waren die Einzelbände Barfuß durch Hiroshima - Eine Bildergeschichte gegen den Krieg
von Keiji Nakazawa (Rowohlt Verlag, 1982) und Japan GmbH von Shotaro Ishinomori (Verlag Norman Rentrop, 1989).
Während in anderen europäischen Ländern wie Frankreich, Italien und Spanien Manga bereits seit Anfang der 1980er-Jahre in immer
größeren Stückzahlen veröffentlicht wurden und sich rasch große Fangemeinden bildeten, etablierte sich das Genre in Deutschland
erst ab den 1990er-Jahren dauerhaft. Die erste Manga-Serie in Deutschland war Akira im Jahr 1991, und die Manga wurden zunächst
nach amerikanischem und französischem Vorbild auf "westliche" Leserichtung gespiegelt, auf Albenformat vergrößert und auf mehr
Bände aufgeteilt. 1997 veröffentlichte der Carlsen-Verlag dann mit Dragonball die erste in original japanischer Leserichtung
belassene Manga-Serie.
Mittlerweile erscheinen bei Carlsen, EMA (Egmont Manga & Anime) und Planet Manga (Manga-Label von Panini Comics) monatlich über
60 Manga-Bände. Die Entwicklung des Manga-Booms in Deutschland lässt sich z. B. an den Umsatzzahlen des Carlsen-Verlags ablesen:
Während der Verlag 1995 Manga für knapp 400.000 Euro verkaufte, lag der Manga-Umsatz im Jahr 2000 bei über 4 Millionen Euro und
im Jahr 2002 bei über 16 Millionen Euro.
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